also

irgendwann dann

vielleicht

eines Tages

wenn du durchhältst

oder dich treiben lässt

oder beides ruckeldiruck im Wechsel

kommst du da hin

wo du nie hin wolltest

macht es peng und sie rennen dir die Tür ein

und du wirst wünschen

nie gewünscht zu haben.

 

also

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Später Taubenschwänzchenschnappschuss im Oktober 2017

Taubenschwänzchen huscht,

zuckelt Stoff aus Spätblüte;

muss noch weit fliegen.


Das literarische Mobile

Also mein literarisches Mobile gebastelt. Ausnahmsweise mal autobiografisch. Da hängen sie alle von der Decke, die mir auf so besondere wie unterschiedliche Art Wichtigen, Lebende und Tote gleichermaßen (ich rede mit jedem!), und drehen sich an 100-%-Polyester-Fäden (weiß) anmutig, still im Luftzug, schwarz-weiß ausgedruckt, zurechtgeschnitten, pärchenweise zusammengepappt, fadenscheinige Pärchen sozusagen. (Kein Lachen) Ja, es ist ein lustiges Wer-klebt-auf-wem, nicht immer absichtlich, eher zufällig, nach Bildgröße zugeordnet. Alleine, ich muss ja auch was zum Analysieren oder Künsteln haben, wenn an meinem literarischen Mobile Elfriede Jelinek und Honoré de Balzac (guckt ziemlich streng, vielleicht sogar böse, der Gute) aneinanderpappen.

Es begann (mal wieder) damit, dass ich beschloss, an diesem Tag meinen Brotjob nicht auszuüben und mich nicht mit aktiven Akquise-Telefonaten zu schwächen (Kennen Sie schon unseren neuen Zahn-Zusatz-Tarif?), keine Anrufe entgegenzunehmen (privat wie geschäftlich nicht, mittlerweile bin ich Folteropfer von vier Telefonen [4!], stationär wie mobil, analog wie smart), mich nicht mit Geschäfts-E-Mails zu befassen (allein dieses Wort schon: Geschäft!), die Haustürklingel zu ignorieren, auch nicht vom Balkon zu linsen, wer denn draußen unten im Hof Einlass begehrt. Ich hole mir eines Tages doch noch (wie meine Nachbarin) einen LKW-Außenspiegel und installiere ihn auf dem Balkon, damit ich von meinem Platz aus sofort erkennen kann, wenn sich verdächtige Subjekte dem Wohn-Objekt nähern.

Den Beschluss gefasst, zuerst Bilder in Rahmen hinter Glas installiert, angenagelt, vis-a-vis von meinem nennen wir es mal Arbeitsplatz. Zeitlange Recherche, um im Netz ein Bild von Peter Handke zu finden, auf dem er nicht immer-noch-stürmisch heroisch verklärt strahlt, sondern nett lächelt: ich habe sogar eins gefunden; prangt jetzt zwei Meter weg von mir einen halben Meter über Augenhöhe, obschon er mich dennoch anzulächeln scheint (danach hab ich es ja ausgesucht, dass er aus dem Bild heraus das Betrachteres anzulächeln scheint). Ich sage Euch, es hat irgendwie etwas Beruhigendes, von Handke am Arbeitsplatz angelächelt zu werden, auch wenn ich mir bewusst bin, dass er sicherlich nicht mich mit seinem Lächeln meint. Wie sollte er auch, er kennt mich ja nicht. Vermutlich würde er die Flucht ergreifen. Wir werden es nie erfahren.

Auf Augenhöhe, unmittelbar unter Handke, aktuell internal ausbedungen, Charles Bukowski, mit einem Gesichtsausdruck, den ich als Mischung aus Lächeln und Angewidertsein bezeichnen möchte, wusste er in diesem Moment vermutlich selbst nicht so genau, oder es schien ihm einfach nur die Sonne von San Pedro unfotogen ins Gesicht. Passen Sie auf sich selbst auf, wie Sie attribuieren.

Wer zuerst unter (frischgespülites, übrigens) Glas kam, wem das zweifelhafte Schicksal zuteil wurde, mit einer anderen Person verklebt zu werden: Zufall und eine Frage des Restbestands an Glas-Bilderrahmen; nicht, dass ich hier noch Beschwerden kriege von Verpappten, die gerne lieber verglast mich beäugen würden. Trost an alle Verpappten: ICH SEHE EUCH ALLE, sei’s glasig oder klebrig, das ist hier keine Hitparade, und wer heute verklebt, kann schon morgen unter Glas. Da bin ich ganz flexibel. Das wird, wie ich mich kenne, metamorphosieren, oder so. Ich weiß ja auch nicht, wo mich das Ganze noch hinführt, genauso wenig wie Ihr, die Ausgedruckten. Und: verklebt im Luftzug schwebend, präferierte ich kontra Atemlosigkeit unter Glas. Also. Ich will nix hören @ das!

Weiter im Text. Über (wertfrei, da nur lokal) Handke dann Hemingway, alter Zeitungsausschnitt aus den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts, Farbe (Hemingway ist der einzige Farbige unter den Auserwählten), Hemingway mit Stift über Papier, unter dem Bild zu lesen, hier Zitat eingerechtschreibreformt: «Für den echten Schriftsteller muss jedes Buch ein neuer Anfang sein, mit dem er wiederum etwas zu erreichen sucht, das unerreichbar ist. Er muss immer wieder etwas versuchen, was noch nie versucht worden ist, oder was Andere erfolglos versucht haben. Und manchmal, wenn er viel Glück hat, wird es ihm gelingen.» Mein ältester aufgehobener Zeitungsausschnitt. Spricht für sich. Verneig verneig.

Links neben Hemingway dann DFW mit der Angabe 1962 – 2008. Einfach nur ihn lesen. Ich sag nix weiter dazu. Oder soll ich dazu eine 100 Seiten Fußnote schreiben?

Kafka und Boris Vian kleben aneinander (auch wieder Papierbildausdrucksgrößen-adäquat) und ziehen sich nicht meine verrauchte Luft in die Lungen. Das am tiefsten hängende Bestandteil des Mobiles, weil Vian + Artikel, den man soll stehend lesen können, warum es angeblich suffit d’exister. Habe ich jugendlich mal geglaubt, heute nicht mehr. Kann man allerdings abendelang diskutieren, denke ich mal. Nur so dumm rumhocken, weil man eben da ist? Sicherlich war es nicht so gemeint; sollte doch, hat er es vermutlich selbst nicht so ernst genommen (sofern er es je sagte), denn er musizierte und schrieb ja schließlich. Aber die (Nach-)Welt nagelt einen ja gerne auf Reduzierungen fest. Lässt sich dann vermutlich besser verkaufen, der Stoff.

Bei Kafka habe ich mir erlaubt, seine Augen mit grünem Textmarker anzumalen und ihn auf dem Kopf stehend an Vian zu kleben. Ich dachte unwillkürlich etwas wie: Vielleicht findet er ja posthum so erleuchtet doch noch den Weg ins Schloss zum Atomschlüssel. Naja, habe wohl gestern zuviel Zen und spiegel-online gelesen. Lasst die toten Geister ruhen. Andererseits … who cares.

Hatten wir schon Baudelaire klebt an Rabelais? Sie schweben direkt neben (dem gläsernen, an die Wand genagelten) Handke, ein Stück weiter davor, links, und DAS ist nun wirklich per Zufall eine gelungene Verquickung von Fleurs Du Mal meets Gargantua und Pantagruel, oder? Man sollte ein Musical draus machen. HALLOOOO, REGISSEURIIII!!! Fragt sich allein, womit beginnen: mit dem Aas oder der Völlerei? Ich lasse es offen und warte auf Anfragen für ein Drehbuch. @ Ärzti: Ich denke nicht, dass Rabelais verantwortlich zu zeichnen ist für zu hohe Cholesterinspiegel und Leberwerte in unserer aktuellen Gesellschaft. Wir pissen ja auch nicht vom Eiffelturm … Und @ Leberwerte: Balzac fragen, auch wenn Jelinek in seinem Rücken dafür am wenigsten kann, im Gegenteil, Frau Jelinek ist eine Gute (Siehe Krimis, wenn die Kommissari sagen: «Wir sind die Guten.»), also in meiner Welt jedenfalls. Hm, vielleicht sollte ich Jelinek und Balzac nochmal umschichten.

Salinger ist bei mir schon zuvor verglast gewesen, interessantes Bild, links in jung, rechts in alt, fließend, vergänglich, gruselig, wahr. Ein (1) Buch, Mega-Kohle zocken und ab auf die Hühner-Farm hinter die Zäune, so mein Klischee im Zusammenhang mit Salinger. Und vor allem: alle verklagen, die böse sind. Oder war das mit der Hühner-Farm JJ Cale? Oh, Gedächtnis … will jetzt aber nicht suchmaschinen.

Paul Léautaud auch (@ zuvor schon verglast gewesen), schon drei Umzüge hat er mit mir mitgemacht, der Wackere, er genießt sogar einen Holzrahmen, mit seinem verknitterten Hut. Wer sein literarisches Tagebuch 1893 – 1956 nicht gelesen hat, der darf mir keine Zettel verpappen oder verglasen. Fakt.

In der eigentlichen Arbeit gestört hat mich mein gestörtes Gehirn. Noch nicht fertig mit dem Mobilesieren Rahmen Wand-Schmücken, schrie es nach Text. Es harrt noch Ingeborg Bachmann der Verklebung mit OH Sae-young, es wollen noch ausgedruckt werden James Joyce Samuel Beckett Bertolt Brecht Heinrich Böll Günter Bruno Fuchs Arthur Rimbaud RW Fassbinder François Villon und Taylor Swift (finde den Fehler). Hunter S. Thompson nicht mehr und G. Grass auch nicht mehr. Auch nicht mehr Henry Miller und Dostojewski. Manches schwitzt sich raus, manches bleibt im Stoffwechsel. Ich entscheide nicht.

Aber das eigentliche Projekt davor war eigentlich: Ich wollte eigentlich die Wände neu streichen (in Papaya, war im Angebot, schien mir belebend, der Farbeimer steht hier aktuell dumm rum [unangemessene Wertung]). Wurde mal wieder nix. Scheiß Literatur.

(Flann O’Brien vergessen, ausgedruckt in DIN A4, der wird gerahmt, da zu schwer für Faden)


Es darf bestellt werden

https://www.bod.de/buchshop/16-8-thomas-laessing-9783744818384


Das Licht geht rückwärts

Das Licht geht rückwärts; schon presst Herbst Wehen. Meine tumbe App sagt: es ist die wüste Luft ferner Trockenkontinente (nicht: -kontingente), die mir die Beine ozonschwer lähmt. Hat das was mit Globalisierung zu tun? Hol die Stiefel aus dem Sack, Knüppel (nicht: Krüppel), und lege die Gel-Sohlen bereit, denn schon bald wird – wie man es wittern kann. Bruno sagte einst: «Was kommt, weiß keiner, doch eins ist klar: irgendwas kommt immer.» Das ist es ja! Wenn doch einfach mal nichts käme! Oder was Anderes … Immer dasselbe … Frühling … Sommer … Herbst … Facebook … E-Mail … Online-Banking … das moderne Besetzen zweier viel zu eng markierter Parkplätze mit 1 Auto mittig vor dem Supermarkt, damit Tür-Spielraum zum Nachbarwagen bleibt … usw. Wenn doch mal wenn aber tut es nicht. Ich frühstücke den Winter und am Himmel strahlt eine Packung laktosefreier Vollmilch, brötchenverhangen – die Kopfsalate im Garten wachsen dreißig Meter hoch, ich mache mir eine Tanne mit Brennspiritus an, würze sie mit Tipp-Ex, belege sie mit zwei Blättern DIN-A4-Papier und steche die mich umkreisenden, diebischen Wespen, die mir an die Töpfe wollen.

Das Licht geht rückwärts.

°
°°
°°°
°°°°
°/°
°:°
°° O O

°°°°^

(Der Text ist inzwischen länger, wird hier aber nicht modifiziert. Ätsch)


16,8 °

Zunächst vorab meine Entschuldigung an Sie, dass auch ich existiere, ab und an meine Meinung ablasse. Ja, ich liebe dieses Wetter, so, wie es heute ist: regnerisch, kühl (mein Thermometer informiert mich: 16,8 ° Celsius, also geradezu perfekt); zum Kerzenanzünden (schon geschehen), Papierbuchlesen, ozonfrei-unallergischen Durchschnaufen, (immer noch zum) mittags zwei Stunden unter zwei Decken stechmückenlosen Schlafenkönnen, Heiße-Suppe-Essen ohne Sturzbäche-Schwitzen, zum Dauerlaufen, Hallenbad-Besuchen usw. ergänzen Sie selbst. Ja, verstehe schon, dass Sie es gerne hitzig haben, ich gönne Ihnen Ihre dreißig Grad und mehr. Und Ihr Verlangen nach direkter Sonnenstrahleneinknallung auf Ihre schöne bronzene Haut (habe ich Lederfalten gesagt? Nein!): möge es stets befriedigt werden; aber bitte nicht da, wo ich jeweils gerade wandele handele.

Wäre das ein Lösungsansatz für die Konflikte der Menschen untereinander? Die Hitzigen wie ich in die Kühle, die Unterkühlten in die Wüste? Wenn es so einfach wäre. Ist es so einfach? Sicherlich nicht. Obwohl. Hat ja noch keiner probiert. Na jedenfalls schön, dass wir uns ausgetauscht haben. Ich plaudere nun noch ein wenig mit meinem Freund Regen.


107 Thesen

1. Ehre den grünen Spargel, denn er hat mehr Weisheit als der Papst.

2. Schere deinen Golden Retriever, wenn ihm der Pelz zu lang. Er kann für nix nichts, und du musst außerdem weniger saubstaugen.

3. Schlafe, wenn du müde bist, Uhrzeit egal. Guckt dein Chef komisch, so kündige.

4. Verschlinge nicht deinesgleichen, denn das Sodbrennen könnte dich schädigen.

5. Setze dich für die Weltregierung nach dem kurzfristigen Rotationsprinzip ein, um die nationalen Sesselfurzerposten einzusparen und das Gesparte an Hungrige weitergeben zu können.

6. Hinterfrage das Fegefeuer, niemand konnte lebend von ihm berichten. Fege besser den Eingangsbereich vor deinem Haus und feuere deinen Kamin an, damit du es warm hast.

7. Glaube, wenn du glauben willst, und wenn du nicht an Glauben glaubst, dann erkenntnisse eben.

8. zu 7. und berichte darüber, am besten schriftlich im Internet.

9. Lösche täglich deinen Browserverlauf, damit

10. das Böse nicht Einzug in deine Stube hält.

11. Solltest du bis heute gedacht haben, du seist nicht religiös, versuche es mal mit religere und der ersten Zelle.

12. Finden schlaue Großkapitalisten Steueroasen, so frage dich, wieso du nicht auch so schlau warst. Vielleicht hast du das Falsche gelernt.

13. Theologie rekurriert auf das Lied Theo wir fahren nach Lodz und nicht umgekehrt.

14. Ein Berserker kann auch nützlich sein, z. B. um böse Mauern einzureißen.

15. Ein großes, komfortables Auto für dich ist gut, denn es bringt dich sicher an den Ort, an dem du das Heil verkünden willst.

16. Zu 15: Das Heil ist für jeden etwas Anderes, also verkünde es nicht, sondern halte besser die Schnauze und fahre mit deinem großen, komfortablen Auto einfach nur spazieren.

17. Scripta Manent ist die Ur-Lüge schlechthin, denn die Sonne zehrt sich auf und dann ist nix mehr da von unserer Welt.

18. Höhlenmalerei nützt da auch nichts (zu 17).

19. Bilder auch nicht (zu 17).

20. Bücher schon gar nicht (zu 17).

21. Kusel ist nicht Berlin.

22. Liegst du am Boden, so stelle die Vorteilsfrage.

23. Kaufe nichts bei Aldi, wenn du es bei REWE teurer kaufen kannst.

24. Schaue so lange in den Spiegel, bis du siehst, dass du nichts siehst.

25. Huldige jeden Abend deinen Füßen und sei froh, dass du welche hast.

26. Klone dich nicht, du selbst bist der Welt Schrecken genug.

27. Frage dich, so oft du kannst: Was mache ich hier eigentlich?

28. Setze dich dafür ein, dass jedes den schnellsten vor Ort verfügbaren Internetanschluss hat, damit:

29. jedes spielen streamen schauen uploaden downloaden kann, denn:

30. Online-Computer-Spiele sind wichtig, Krimis gucken auch, all das reinigt die Seele.

31. Schaffe bei deinen Kindern, sofern du welche hast, Einschulungspartys ab. Organisiere stattdessen besser eine Trauerfeier, deine Kinder wissen, warum (siehe Pink Floyd: We don’t need no usw.).

32. Let the children play (siehe Carlos Santana).

33. Spiele selbst, z. B. online agar.io. Zellen fressen Zellen.

34. Tanze nackt bei Vollmond im Wald. Die Steinpilze werden es dir danken.

35. Huldige jeden Abend deinen Augen und sei froh, dass du noch halbwegs gerade gucken kannst.

36. Stelle Thesen-Vorgaben in Frage, wenn du  anstatt auf 95 – auf 107 kommst. Oder nur auf 20. Dann heule einfach.

37. Lass beim Doc regelmäßig deine Harnsäurewerte kontrollieren. Zu viel Spinat ist ungesund (=> Popeye).

38. Scheint es dir, du habest eine gebrochene Vita @ Lebenslauf @ Bewerbungen, so frage dich, ob diese Welt zu dir passt.

39. zu 38: und nicht umgekehrt.

40. Du kannst nichts dafür, dass diese Welt nicht zu dir passt (sofern du das denkst. Vielleicht passt sie dir ja auch und gerade jetzt in deinen Kram).

41. Niemand hat dich gefragt, ob du leben willst, also:

42. guck, was du mit dieser herrlichen Freiheit anfangen willst.

43. Der Silberreiher kann nichts dafür.

44. Füchse fressen Küken, wenn sie Hunger haben. Sei dir dessen bewusst.

45. Teelichte und Grableuchten kannst du auch bei dir zu Hause zünden: du musst dafür nicht in ein Vereinshaus gehen.

46. Wenn du keine Zwiebeln magst, so äußere es.

47. Wenn du Zwiebeln magst, sie jedoch deiner Verdauung nicht gut tun, so äußere es.

48. Brauchst du ein Fahrrad, kannst dir jedoch keines leisten, so stiehl eines. Wisse aber, dass das kosmische Gesetz vom Geben und Nehmen dir dafür deinen Wellensittich holen wird.

49. Huldige jeden Abend deinem Gehör. Freue dich, dass du hörst, was du hörst.

50. Hörst du nicht mehr gut, so gehe zum Hörgeräteverkäufer.

51. Freust du dich einmal nicht wegen deiner Situation, so freue dich trotzdem, denn

52. es könnte schlimmer kommen, was

53. dann meistens auch so ist. Keiner weiß warum.

54. Geh mit oberflächlichen Geschwüren zum Hautarzt oder Chirurg, hier nützt Salbeitee nichts.

55. Kaufe dir keinen Laubsauger, wenn es auch der klassische Besen tut.

56. Besorge dir ein Windrad und stecke es auf deinem Balkon in den Hauswurz.

57. Hinterfrage die Macht, die in einer Bewegung steckt.

58. Zweifle am Regenbogen.

59. Zweifle an dem, was sie dir online an Nachrichten anbieten.

60. Zweifle am Zweifel.

61. Zweifle an den Buchstaben.

62. Zweifle Thesen an.

63. Zweifle einfach alles an.

64. Zweifle deine eigene Meinung an, sie ist ein Scheißhaufen im Hof (Beseitigung: siehe 55).

65. Tue jeden Tag Gutes: es genügt schon, wenn du niemandem auf den Sack gehst.

66. Verehre die Marder, die sich trotz elektronischen Marderschrecks unter die Motorhaube deines Wagens setzen und dort das erbeutete Brot knuspern, das dein Nachbar eigentlich für die Krähen und Amseln ausgelegt.

67. Sei dir bewusst, dass dein Bauch nie so schön rot sein wird wie der des Dompfaffmännchens.

68. Öle deine Wohnungstüren, wenn sie knarren.

69. Töte keine Hornissen, denn ihr Stich kann tödlich sein.

70. Wisse, dass du die Menschheit nicht retten kannst; sie will ja gar nicht gerettet werden, denn

71. das System Mensch ist von Anfang an nur auf Abzockerei ausgelegt; warum sollte es auch gerade beim Mensch anders sein als beim Fuchs? (siehe 44)

72. Ergreife nicht Partei, denn sie könnte dir dein Kreuz zum Kreuz machen.

73. Beschäftige dich lieber mit Sudoku und Fußball. Du tust niemandem weh damit.

74. Huldige jeden Abend deiner Verdauung, denn schon morgen könnte sie gestört sein.

75. Hast du kein triebgesteuertes Glück auf tinder et al, so gehe in den Wald und umarme Bäume. Sie sind verlässliche Partner.

76. Sollte es dir zu wohl sein, so verfasse 107 Thesen. Ich sag’s dir: Dante Alighieri hätte seinen Spaß daran.

77. Wird ausgelassen in Huldigung der doppelten Heiligen Zahl in Verneigung vor denen, die noch an Zahlen glauben. Ansonsten siehe: 7. und 8.

78. Die Rente der Deutschen Rentenversicherung Bund ist sicher. Fragt sich nur, wie lange man hinzuverdienen muss, bis man sich in Kuschel-Plüsch-Pantoffeln vor den Herd setzen kann. Arbeite einfach bis zum Umfallen, dann ist das kein Thema für dich. Vor dem Herd blöd rumsitzen ist eh langweilig.

79. Poste nichts im Internet, das bringt dich nicht weiter. Stelle vor allem keine Thesen auf, sie werden wie Bumerangs auf dich zurückkommen und dir den Schädel zertrümmern. Sei einfach ruhig und mach dein Ding.

80. Thesen aufstellen ist was für Blöde. Schon morgen kann die Welt ganz anders aussehen, sofern du nochmal wach wirst bzw. nach dem Wachwerden die Welt überhaupt noch da ist.

81. Lass keine Fremden deinen Wagen fahren, bevor du sie nicht bei der KFZ-Versicherung angemeldet hast (gilt auch für hoch auf dem gelben beim Schwager vorn).

82. Vertraue weiterhin auf dein Vertrauen, denn sonst dürftest du ja lediglich das essen, was du selbst gekocht hast.

83. Vertraue dem Müllabfuhrkalender deiner Gemeinde. Meistens stimmt er.

84. Huldige jeden Abend deinem Herzen. Es könnte ja schon aufgehört haben zu schlagen.

85. Verbeiß dich nicht in ungeklärte Fälle; sie lösen sich meist von selbst auf.

86. Und falls nicht: eine Rechtsschutzversicherung hat noch niemandem geschadet.

87. Zweifle nicht an den Wolken des Himmels: lese, was sie dir sagen wollen.

88. Suche nicht nach dem Haken in Beziehungen. Er zeigt sich früh genug von selbst.

89. Willst du jeden Tag baden, so bade. Hast du keine eigene Wanne, so geh ins Schwimmbad in den Whirlpool.

90. Ist ein Reifen deines Wagens platt, so wechsle ihn.

91. Dürstet es dich nach Promiskuität und du kannst sie dir nicht leisten: trink eine Tasse Tee. Ich empfehle Ceylon Assam + Salbei.

92. Huldige jeden Abend deinen 10 Fingern, denn es ist nicht selbstverständlich, dass du sie hast.

93. Huldige jeden Morgen deinen 10 Fingern, denn es ist nicht selbstverständlich, dass du sie hast.

94. Frag nicht, wer dein persönlicher Guru sein könnte. Frag nach dem Nest der Krähe im Baum.

95. Frag nicht, ob 95 Thesen genügen. Mach einfach 107, wenn es dir danach ist.

96. Erwartest du ein Erbe mit zehn anderen Miterben, so schlag es aus. Auch wenn es sich um ein Haus handelt. Dein Hexenhaus wird zu dir kommen.

97. Dein Hexenhaus war schon immer da.

98. Dein Hexenhaus ist in dir, vor allem morgens um 7, denn da schabst du gelbe Rüben (solltest du tun).

99. Brate Kartoffeln ruhigen Gewissens mit Schale, wenn du zu faul zum Schälen bist. Immer noch besser als vier Scheiben Schwenkbraten. Glaub’s einfach.

100. Siehst du eine Meise auf deinem Balkon, vergiss die Amsel nicht.

101. Saugst du Staub, bist du schon ein Mörder. Sei dir dessen bewusst und googele Hausstaubmilben.

102. Die Kakerlake ist die Krönung der Schöpfung (wessen auch immer). Ebenfalls nachzulesen.

103. Gefällt dir Picasso nicht, so steh dazu.

104. Achte den Regenwurm.

105. Zünde nicht den Pfälzerwald an.

106. Geh nie ohne Badekappe in den Pool.

107. Glaube mir nichts.

Zugabe:

108. Iss keine Eier, die du nicht selbst gelegt und gekocht hast.

109. Geh nicht mit Fremden aufs Hotelzimmer, sie könnten infiziert sein. Hatschi.

110. Lies jeden Tag eine Seite in einem Buch von Charles Bukowski. Das Lachen wird dein Leben beträchtlich verlängern.

111. Der Sex gehört ins Buch und nicht ins Bett, dachte sich einst ein dirty old man und erfand sich einen dauergeilen Alkoholiker.

112. Thesieren kann man viel, auch ohne Thesaurus Tyrannosaurus Saure Sahne sahnenhaft und schmeichel-artig.

113. Hol und erbe Eren. Eingefallen beim Baden mit Blick auf die Holunderbeerenseife.

114. Willst du was gelten, so mach dich selten. Wenn Bücher Ohren hätten … Der Buchmarkt ist schlimmer als die Pest. Jedes presst heute sein Mentalgeblähe zwischen Buchdeckel (was allerdings, zugegebenermaßen möglicherweise als positiv zu erachten, die Metamorphose/Therapie in Luftwerdung voraussetzt. So kommt’s wenigstens nicht zum Windungsverschluss Kurzschluss Amokschuss). Anwesende nicht ausgenommen. Möglicherweise wollte die Weisheit auch anders gesehen werden: Schreib tausend Bücher und lass dich dann nicht mehr blicken. Gruß Thomas Python, nee Phaeton, nee, der hieß irgendwie anders, ich komme nicht drauf …

115. Hast du einen querstecken oder auch einen Querstecken, so geh in den Garten und schneide die Haselnuss. Versuch nicht, den quersteckenden Querstecken längs auszurichten. Er hat Widerhaken und reißt dir Wunden in die Seele beim Versuch. Malträtiere besser die Haselnuss. Sie verzeiht gerne, und danach steckt meist nichts mehr quer.

116. Gehst du nicht über Los, weil du gar nicht weißt, wo das ist, und jemand bietet dir dennoch 4000 Mark an, so nimm sie. Die deutsche Bundesbank wechselt noch immer Mark in Euro, wenn man lieb bittet. Und sage bloß nicht: Ach, das wäre doch nicht nötig gewesen, nur weil man dich einst so gezogen. Das Universum könnte sich beleidigt fühlen und dich mit Elend und Verdammnis strafen.

117. Wenn du nicht weißt, ob du es mit Haben oder Sein haben willst (ober-lol), so versuche es damit: Mein Haben ist mein Sein, und mein Sein, na, das habe ich. Alles klar?

118. Lerne unbedingt, dich mit deinen inneren Widerständen (Hilfestellung: das sind die mit dem Ich-will-aber-nicht) und deiner Langeweile zu verbünden. Sie sind die besten Ratgeber im Kampf gegen dich resp. mit dir selbst, was dasselbe ist.

119. Ist dir der vor dir liegende Berg auf deinem Weg zu steil, so geh drum herum. Das war der wichtigste Satz bisher. Hier könnte man nun auf tausend Seiten mit dementsprechenden Erfahrungen eines fünfundfünfzigjährigen Lebens protzen. Doch wozu? Natürlich kann man das noch modifizieren: … oder gehe zurück. Manchmal ist auch Rückschritt Fortschritt. Siehe => Erfahrung. Beispiel? Nä! Selber denken macht schlau.

120. Wünschst du dir zu Weihnachten von Opa einen blauen Pulli, bekommst jedoch von Oma einen roten, und von Opa lediglich einen alten Revolver mit der Gravur Billy The Kid, bei dem der Abzug eingerostet ist, so nimm die Geschenke dankbar an. Versuche es mit dem Mantra: Alles hat immer einen Grund – bis zum Erbrechen Nach dreißig Jahren, wenn du Glück hast, wirst du den roten Pulli nicht mehr missen wollen (und bedrohst dein bis dahin viertes Ehepartneres – das den Pulli in den Sack mit den Altkleidern stecken will – mit dem Armeerevolver, weil dein bis dahin viertes Ehepartneres den Fakt des eingerosteten Abzugs noch nicht kennt). Dass Oma seinerzeit farbenblind war und Opa gar nicht an der Waffe gedient hat, erfährst du erst, nachdem der rote Pulli dein bestes Stück geworden ist.

121. Infrarot ist nicht UV (geklaut aus einer Sprechstunde bei meinem Hautarzt. Danke!)

122. Passen dir deine Eltern nicht, du hättest jedoch gerne welche, die zu dir passen, so back dir neue. Passende Rezepte hierfür findest du auf sauerbrot.eu. Und hol übermorgen der Königin Kind.

123. Willst du glücklich werden, musst du dein eigener Tatort sein.

124. Lerne, für das Erreichen deiner wahren Ziele zu warten, selbst wenn dir währenddessen die Haare und Zähne ausfallen sollten. Handle jedoch stets dann, wenn du den rechten Impuls verspürst, spätestens aber, wenn du nur noch 1 Zahn hast.

125. Gefallen dir deine Segelohren nicht, kaufe dir einen Dackel.

126. Gräme dich nicht, wenn du von der Gesellschaft aufoktroyierte Zusammenhänge nicht erkennen kannst. Entweder gibt es sie nicht, oder es gibt sie zumindest in deiner Welt nicht. Und hüte dich vor denen, die jahrzehntelang keine anderen Argumente anzubieten haben als Das-habe-ich-mal-studiert und womöglich zur Unterstreichung mit einem Blatt Papier vor deiner Nase rumwedeln. Nichts ist so überholt wie die Erkenntnis von gestern. Ausnahme: Der Dreisatz. (Nein, nicht der Dreisprung, und auch nicht der Eisprung)

127. Fürchte dich nicht vor (deiner [nicht: Seiner]) Exzellenz. Hohe Türme trifft selten (und vor allem nicht überall) der Blitz. Das ist ein Ammenmärchen, ein falsches Bild, als Trost gedacht von und für Loser. Zum Thema gibt es nachweislich Statistiken. @ Deutschland: frag Garmisch-Partenkirchen. Dort solltest du keinen hohen Turm bauen. Und wisse, dass es auch stets eine Kuh auf der Wiese treffen kann. Also sollte der Satz genau genommen lauten: Fürchte dich nicht vor deiner Exzellenz, meide jedoch das Reiten von Kühen bei Garmisch-Partenkirchen während eines Gewitters.

128. Du musst nicht alles (tun, umsetzen, verwirklichen), bloß, weil du es kannst. Möglicherweise hat man dir Anderes erzählt. Möglicherweise hat man dich gelehrt, dass du aus deinen Anlagen etwas machen musst. Vergiss es, drücke deinen inneren Reset-Knopf vor der Schublade Konditionierungen und frage die real existierenden Figuren in dir (die du natürlich erstmal entdecken musst, sofern du sie nicht schon längst umreißen kannst), wer mit wem wann warum wo welches Tänzchen tanzen will. Gehe nicht mir dir ins – konditionierte – Gericht, sondern auf die Tanzfläche. Spielst du gerne Gitarre, bist vielleicht gar ein Genius auf diesem Instrument, hast das absolute Gehör, komponierst ein Lied nach dem anderen, was deine Freundi erfreut, könntest jedoch vomitieren bei der Vorstellung, dieses zu nachtschlafener Zeit auf einer öffentlichen Bühne tun zu müssen, so spiele nach Laune auf deinem Balkon Terrasse Veranda Farm im Wald auf dem Eiffelturm (wenn sie dich hochlassen …) für die Bäume Singvögel Hühner Stahlkonstrukte Mauersteine was auch immer. Wundere dich in der Folge nicht, wenn sich plötzlich und unerwartet ein Zaunkönig auf den Kopf deines Instrumentes setzt und mitträllert. Wundere dich erst, wenn eine Mauer einstürzt. Hast du es gerne mit Zahlen Daten Fakten zu tun, füllst als Papier-und-handschriftlich-schreib-Fetischist gerne Einkommenssteuererklärungsformulare aus, willst jedoch nicht den Beruf des Steuerberateres (GNN) erlernen, so biete deine Hilfe Bekannten an, die dich dafür schwarz bezahlen. Freue dich, dass deine Leidenschaft von den Finanzamtsspioni unbemerkt blieb und gönne dir was Schönes (auszumachen mit den Figuren in dir).

129. Suche dir nach Tuchfühlung mit deinen eigenen inneren Figuren deine eigenen Beispiele, die dir zeigen, wo du noch lernen kannst: «Was hat man mir beigebracht, dass ich es muss, obwohl es mir gegen den Strich geht?» Etwa so. Wenn du lieber Massen aus einem Schweinetrog frisst, sagen wir einfach mal 1 kg Nudeln mit 0,5 kg Pfifferlingen in Saurer-Sahne-Soße, unbeobachtet, weil du gerne schlingst, egal, ob du dir dabei deine Kleider versaust, dann meide Gourmet-Restaurants. Du könntest verhungern. So einfach ist das.

130. Schreibe deine Gedanken auf (= verifizierte Psy-These @ Wohlbefinden). Du musst ja deine Schweinereien/Schmierereien nicht gleich jedem unter die Augen halten. Wenn ich mich mal selbst kurz einbringen darf: Einmal aufgeschrieben, verschwinden so ziemlich viele Albs. Der Kopf ist wieder frei für was auch immer.

131. Gehe nie ohne durchstrukturierten Einkaufszettel (Form egal, darf auch Smartphone sein) in den Markt. Dein Schwarzgeld (siehe 128) könnte sich schneller in die Sternendrift pulverisieren, als eine Kuh einen Furz lässt.

132. Glaube nie einem Zinsversprechen auf Geldanlagen. Horte dein Bargeld zuhause in Säcken. Werde aber achtsam und sei auf der Hut, wenn im Dorf der Seher die Seherin das Seheres was erzählt von Währungsreform in deinem Land.

133. Willst du deinen Kindern eine bessere Mutter sein, als dein Großonkel väterlicherseits ein Vater für seine Töchter war, pass auf! Der Galgen-Balken-Zündstoff in Familiensystemen kriecht als Pulverdampf bis rein in Atomkriege. Wasche koche putze arbeite pflichte sorge leite an liebe, liebe!, aber zwinge nicht.

134. Wenn du zum zehnten Mal Thomas Manns Zauberberg angefangen hast zu lesen und der Stoff geht einfach nicht an dich, mach es nicht an dir fest. Vielleicht bist du ein Sprinteres und brauchst Lyrik. Oder willst eigentlich gar nicht lesen und würdest lieber Basilikum und Tomaten auf deinem Balkon ziehen. Oder im Regen spazieren gehen. Oder Revolverheld hören. Oder Malen nach Zahlen malen. Oder die Wände deiner Wohnung apricot streichen. Oder oder.

135. Glaube keinen Volksweisheiten. Nach jedem Regenbogen folgt ein Sonnenschein? Nach dem Tal der Berg? Nach der Ebbe die Flut? In meinem Geldbeutel ist chronisch Ebbe schon seit ich einen habe. Das ist verifiziert. Das hat noch kein Regenbogen oder Berg geändert.

136. Unterschreibe nichts ohne 30tägiges Widerrufsrecht. 14 Tage genügen nicht. Du könntest nämlich unpässlich so lange auf den Fliesen deiner Wohnung liegen. Nach 30 Tagen bist du eher tot als nach 14. Urlaub = ähnliche Anwendung.

137. Findest du dich verirrt an einem Stammtisch wieder, an dem rotgesichtig die Politik besprochen wird, so meide Parteiergreifung. Postuliere besser, dass du gerade gestern deine eigene Partei Das Blaue Osterei gegründet hast. Habe aber ein grobes Konzept in der Tasche: Weltfrieden, genug Geld für alle, kein Hunger und Durst mehr, alle lieben sich … Der oder die mit dem höchsten Promillegehalt im Blut wird dir garantiert sein Schoppenglas in die Fresse hauen, weil er solch eine Welt nicht will (denn er oder sie hat unlöschbaren Durst und liebt dich überhaupt nicht, so arrogant, wie du daherkommst).

138. Verbünde dich in liebevoller Zuneigung mit den Dreckstellen in deiner Behausung. Du hast eh keine Chance gegen sie.

139. Deine große, einzige Lebenschance ist die, mit dir selbst klarzukommen. Das ist ganz schön viel.

140. Hühner legen schmackhaftere Eier als Elefanten. Sei also achtsam, wen du sattelst.

141. Schlagzeilen heißen so, weil sie dir einen Schlag versetzen wollen. Lies sie ruhig, lass dich aber davon nicht schachmatt setzen. Es gibt dein Leben jenseits der Gazetten, und darauf hast du ein Recht (=> 128, 129).

142. Schieße nicht mit Kanonen auf Sperlinge, sondern mit Steinschleudern auf böse Riesi. Genug Steine auf böse Riesi, und sie bröckeln. Verifiziert durch die Geschichte der Menschheit. Selbst zu ersuchmaschinen. Fragt sich nur, wer die bösen Riesi sind. Frag deine eigenen inneren Figuren, sie lügen nicht.

143. Hast du 100 (Währung) schwarz verdient, so gib 200 (Währung) den Bedürftigen (selbst zu entscheiden). So funktioniert (Volks-, Mensch-, Erden-)Wirtschaft. Und sag das im Rahmen deiner Partei Das Blaue Osterei denen da oben (wer auch immer sie aktuell sind). So als Stein aus der Schleuder. Die Macht ist die Macht, ok, aber das macht ja nichts. Möglicherweise kann man mit der Macht auch was machen, schon morgen, was dann was ausmacht, also für alle; so mächtig, wie sie nun mal ist, die Macht.

144. Wurdest du gefressen, so spuck dich aus.

145. Lass bleiben, was noch zu tun wäre.

146. Mähe den Rasen, wenn du den Mond nicht mehr siehst.

147. Sieht dein Partneres den Mond nicht mehr, so mähe ihm ebenfalls den Rasen.